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Nintendo Switch kindersicher einstellen

Von Daniel Weihmann · aktualisiert am 14.09.2026

Kurz gesagt

  • Die Kindersicherung heißt bei Nintendo „Altersbeschränkungen“. Du richtest sie am besten mit der kostenlosen App „Nintendo Switch-Altersbeschränkungen“ auf deinem Handy ein. Sie funktioniert mit Switch und Switch 2.
  • Nur mit der App gibt es Spieldauer-Limits, den Gute-Nacht-Alarm und die Übersicht, was wie lange gespielt wurde.
  • Die Einstellungen gelten für die ganze Konsole, nicht pro Kind. Nintendo rät, sie am jüngsten Kind auszurichten.
  • Käufe im eShop sperrst du nicht an der Konsole, sondern im Nintendo-Account unter „Familiengruppe“.

Die Switch ist oft die erste eigene Konsole im Kinderzimmer, und sie wandert gern mit ins Bett, weil sie auch ein Handheld ist. Umso praktischer, dass Nintendo die Kindersicherung aufs Handy der Eltern verlagert hat: Spielzeit, Altersfreigaben und Chat stellst du von dort ein, auch wenn du nicht zu Hause bist.

Die Kindersicherung verteilt sich auf drei Orte:

WoWas du dort einstellst
App „Nintendo Switch-Altersbeschränkungen“Spieldauer, Altersfreigabe, Kommunikation, Ausnahmen für einzelne Spiele, Spielübersicht, bei der Switch 2 auch GameChat
Konsole (Systemeinstellungen)Altersfreigabe und Kommunikation, ohne Spielzeit
Nintendo-Account (accounts.nintendo.com)Kinder-Account, Käufe im eShop, Freundschaftsvorschläge

Schritt 1: Die App mit der Konsole verknüpfen

Du brauchst einen eigenen Nintendo-Account als volljähriges Elternteil und Internet an Konsole und Handy.

  1. Die App „Nintendo Switch-Altersbeschränkungen“ aus dem App Store oder Google Play laden, öffnen und „Starten“ tippen.
  2. „Anmelden/Account erstellen“ wählen, mit deinem Nintendo-Account anmelden und „Weiter“ tippen. Die App zeigt einen sechsstelligen Registrierungscode.
  3. An der Konsole im HOME-Menü Systemeinstellungen > Altersbeschränkungen > Einstellungen für die Altersbeschränkungen öffnen.
  4. Den Code an der Konsole eingeben und „Verknüpfen“ wählen.
  5. Ab jetzt stellst du alles in der App ein. Änderungen mit „Speichern“ bestätigen, sie greifen, sobald die Konsole online ist.

Eine App lässt sich mit bis zu acht Konsolen verknüpfen. Beim Umstieg von der Switch auf die Switch 2 kannst du die Altersbeschränkungen mit übertragen.

Schritt 2: Spieldauer festlegen

  • Tägliches Limit bis zu 6 Stunden, auf Wunsch für jeden Wochentag einzeln.
  • Gute-Nacht-Alarm: ein festes Spielende zwischen 16 und 23:45 Uhr, dazu die Uhrzeit, ab der am nächsten Morgen wieder gespielt werden darf.
  • Mehr Zeit geben: Für einen Tag lässt sich das Limit um 5, 15 oder 30 Minuten verlängern.

In der App siehst du täglich und als Monatsübersicht, welche Spiele wie lange gespielt wurden.

Schritt 3: Altersfreigabe und Kommunikation

Unter „Gesperrte Funktionen“ wählst du eine Voreinstellung oder „Nutzerdefiniert“. Für die Switch 2 nennt Nintendo diese Stufen:

VoreinstellungGesperrte SpieleKommunikation mit anderen
Kleinkinderab USK 6gesperrt
Kinderab USK 12gesperrt
Jugendlicheab USK 18erlaubt

„Gesperrt ab USK 12“ heißt: Spiele ab 12 sind gesperrt, Spiele ab 6 laufen. Unter „Nutzerdefiniert“ legst du die Grenze selbst fest und kannst die freie Kommunikation mit anderen für alle Spiele oder einzeln pro Spiel sperren. Für einzelne Spiele über der Grenze gibt es die Erlaubnisliste. Dort erscheinen nur Spiele, die schon einmal auf der Konsole gestartet wurden, und das Tageslimit gilt weiter. Was die USK-Kennzeichen bedeuten, steht unter USK-Altersfreigaben.

Die Geheimzahl, also die PIN für die Altersbeschränkungen, ist vier- bis achtstellig. Ist die App verknüpft, steht sie in der App und lässt sich dort ändern. Tipp von Nintendo: Wenn Kinder zuschauen, die Geheimzahl mit dem Control Stick eingeben, dann ist sie schwerer abzulesen.

GameChat auf der Switch 2

Mit GameChat können bis zu zwölf Personen per Sprache chatten, ihren Bildschirm teilen und mit einer Kamera auch per Video chatten. Dafür braucht es eine kostenpflichtige Nintendo Switch Online-Mitgliedschaft, und gechattet wird nur mit Freunden auf der Freundesliste. Für Kinder gilt laut Nintendo:

  • Bis 15 Jahre ist GameChat erst nutzbar, wenn du in der App zustimmst.
  • Dein Kind kann nur mit Freunden chatten, die du bestätigt hast. Die Anfrage kommt in der App unter „GameChat“. Nintendo empfiehlt, das Kind zu fragen, wer das ist, bevor du bestätigst.
  • Video-Chat kannst du ganz verbieten oder für jede Sitzung einzeln freigeben.
  • Im GameChat-Verlauf siehst du, wann dein Kind mit wem gechattet hat.

Voraussetzung: An deinem Eltern-Account ist eine Handynummer hinterlegt, über die die SMS-Bestätigung läuft. An Kinder-Accounts lässt sich keine Nummer registrieren.

Kinder-Account und eShop

Kinder-Account in der Familiengruppe

Accounts für Kinder bis 15 legt ein volljähriges Elternteil über die Familiengruppe an:

  1. Auf accounts.nintendo.com mit deinem Account anmelden.
  2. Familiengruppe > Mitglied hinzufügen > Kinder-Account erstellen wählen.
  3. Spitzname, Anmelde-ID und Passwort für dein Kind festlegen. Die Anmelde-ID sollte keinen echten Namen enthalten.

Käufe sperren

In der Familiengruppe wählst du den Kinder-Account und schaltest die „Ausgabensperren“ ein. Dann sind Käufe und automatische Abo-Verlängerungen im eShop gesperrt. Mit „Altersabhängige Kaufsperren“ zeigt der eShop nur Inhalte, die zum Alter passen. Ein Ausgabenlimit mit festem Betrag habe ich bei Nintendo nicht gefunden, es gibt nur an oder aus. klicksafe empfiehlt für Spiele generell Guthabenkarten statt hinterlegter Kontodaten.

Mit der Familienmitgliedschaft von Nintendo Switch Online können bis zu acht Accounts einer Familiengruppe online spielen, auch in verschiedenen Haushalten.

Und im Gespräch?

Nintendo selbst rät Eltern, mit Kindern über Spitznamen ohne echten Namen oder Alter zu sprechen und darüber, unbekannte Freundesanfragen zu melden. Meine Einschätzung: Die Switch ist technisch gut abzusichern. Der Streitpunkt ist meist das Spielende. Den Gute-Nacht-Alarm gemeinsam festzulegen, nimmt dem abendlichen „noch fünf Minuten“ viel Druck. Welche Spielzeit zum Alter passt, steht unter Wie viel Bildschirmzeit ist okay?. PlayStation und Xbox erklärt die Seite Kindersicherung für PlayStation und Xbox.

Menüpfade und Angaben zuletzt geprüft am 14.09.2026. Hersteller ändern Menüs und Altersgrenzen regelmäßig. Wenn bei dir etwas anders aussieht, schreib mir bitte (Kontakt).

Quellen