SafeSearch einschalten und erzwingen
Kurz gesagt
- SafeSearch blendet anstößige Bilder, Videos und Links in den Suchergebnissen aus. Bei Google heißt die strengste Stufe „Filter“, bei Bing „Streng“.
- Bei Kinderkonten mit Family Link ist SafeSearch automatisch an und für das Kind gesperrt. Google schaltet es auch ein, wenn es ein Konto für minderjährig hält.
- Für alle Geräte im WLAN lässt sich SafeSearch per DNS erzwingen, am einfachsten mit einem Filter-DNS wie Cloudflare 1.1.1.3 im Router.
- Grenzen: SafeSearch wirkt nur in der jeweiligen Suchmaschine, nicht auf anderen Websites und nicht im Mobilfunknetz.
Kinder suchen, wie wir alle, zuerst bei Google. Und schon eine harmlose Bildersuche kann Ergebnisse liefern, die nicht für sie gedacht sind. SafeSearch ist der erste, einfachste Schutz dagegen. Diese Seite zeigt, wie du ihn bei Google, Bing und anderen Suchmaschinen einschaltest, wie du ihn sperrst und wie du ihn für das ganze WLAN festlegst.
Google SafeSearch
Google kennt drei Stufen:
- Filter: anstößige Bilder, Texte und Links werden ausgeblendet. Das ist die richtige Stufe für Kinder.
- Unkenntlich machen: anstößige Bilder werden verschwommen angezeigt, Texte und Links können trotzdem erscheinen. Das ist die Voreinstellung, wenn nichts anderes gewählt ist.
- Aus: alle Ergebnisse, auch anstößige.
- Am Computer oder im Handy-Browser: google.com/safesearch aufrufen und Filtern wählen.
- In der Google App auf Android: oben rechts auf das Profilbild tippen, dann Einstellungen > SafeSearch.
- Auf Android TV: Einstellungen > Suchen > SafeSearch-Filter.
Ohne Anmeldung merkt sich Google die Einstellung nur über ein Cookie. Werden die Cookies gelöscht, ist sie weg. Angemeldet wird sie im Konto gespeichert.
Wann Google SafeSearch von selbst einschaltet und sperrt
- Kinderkonto mit Family Link: SafeSearch steht auf „Filter“, und nur du kannst das ändern. Wie das geht, steht bei Family Link einrichten.
- Vermutlich minderjährig: Google schaltet SafeSearch auf „Filter“, wenn seine Systeme darauf hindeuten, dass jemand unter 18 ist. In Europa schätzt Google das Alter seit 2020 auch per KI. Kann Google bei einem Konto das Erwachsenenalter nicht bestätigen, bleibt SafeSearch an.
- Schulkonten von Google Workspace for Education für Schülerinnen und Schüler unter 18.
Ein kleines Schloss-Symbol neben der Einstellung zeigt: Sie ist gesperrt und lässt sich hier nicht ändern.
Bing SafeSearch
Bing kennt die Stufen Streng (filtert Texte, Bilder und Videos), Mittel (filtert Bilder und Videos, aber keine Texte) und Aus. Voreingestellt ist „Mittel“. Einstellen kannst du das auf bing.com über das Menü oben rechts unter Einstellungen. Wer SafeSearch ausschaltet, muss bestätigen, volljährig zu sein.
Nutzt ihr Windows, lässt sich die Suche über Microsoft Family Safety für dein Kind filtern. Allerdings nur im Browser Edge und nur, wenn dein Kind mit seinem Microsoft-Konto angemeldet ist. Andere Browser blockiert Family Safety dann, es sei denn, du gibst sie frei.
DuckDuckGo, Ecosia und Startpage
- DuckDuckGo: „strict“, „moderate“ oder „off“, einstellbar direkt unter dem Suchfeld auf der Ergebnisseite.
- Ecosia: „Moderate“ oder „Strict“ in den Einstellungen. Die Einstellung hängt an Cookies.
- Startpage: Safe Search in den Einstellungen oder als Filter auf der Ergebnisseite, ebenfalls über Cookies gespeichert.
Für jüngere Kinder sind Kindersuchmaschinen wie fragFINN eine Alternative, die gar nicht erst das ganze Netz durchsuchen.
SafeSearch für das ganze WLAN erzwingen
Die Einstellung im Browser lässt sich abschalten oder geht mit gelöschten Cookies verloren. Robuster ist es, SafeSearch im Netzwerk festzulegen. Die Suchmaschinen bieten dafür eigene gefilterte Adressen an. Leitet das Netzwerk die normale Adresse dorthin um, liefert die Suche immer gefilterte Ergebnisse, und der Schalter im Browser ist wirkungslos:
| Dienst | Adresse umleiten | auf |
|---|---|---|
| www.google.com, www.google.de | forcesafesearch.google.com | |
| Bing | www.bing.com | strict.bing.com |
| YouTube | www.youtube.com und weitere | restrict.youtube.com |
| DuckDuckGo | duckduckgo.com | safe.duckduckgo.com |
| Ecosia | www.ecosia.org | strict-safe-search.ecosia.org |
| Startpage | startpage.com | safe.startpage.com |
Diese Umleitungen legt man als DNS-Eintrag an. Das geht nicht direkt in jedem Heimrouter, eine FRITZ!Box etwa bietet dafür nach meiner Recherche keine eigene Funktion. Für Familien gibt es zwei praktische Wege:
Weg 1: Einen Filter-DNS im Router eintragen
Einige kostenlose DNS-Dienste filtern Inhalte für Erwachsene schon selbst. Trägst du sie im Router ein, gilt der Filter für alle Geräte im WLAN:
| Dienst | Adressen | Was gefiltert wird |
|---|---|---|
| Cloudflare 1.1.1.1 for Families | 1.1.1.3 und 1.0.0.3 | Schadsoftware und Inhalte für Erwachsene |
| CleanBrowsing Family Filter | 185.228.168.168 und 185.228.169.168 | Erwachsenenseiten, Proxy- und VPN-Adressen, Schadsoftware. Setzt Google, Bing und YouTube auf SafeSearch |
| DNS4EU mit Kinderschutz | 86.54.11.12 und 86.54.11.212 | Schadsoftware und für Kinder ungeeignete Inhalte, Server in der EU |
Nicht verwechseln: Der bekannte Dienst Quad9 (9.9.9.9) filtert nur Schadsoftware, keine Inhalte für Erwachsene.
In der FRITZ!Box trägst du andere DNS-Server unter Internet > Zugangsdaten > DNS-Server ein, bei „Andere DNSv4-Server verwenden“ und „Andere DNSv6-Server verwenden“. Prüfe dabei die Option, bei DNS-Störungen auf öffentliche DNS-Server zurückzugreifen. Ist sie an, kann die Box im Störungsfall am Filter vorbei auflösen.
Weg 2: Den Filter am Handy des Kindes festlegen
Auf Android lässt sich unter Einstellungen > Netzwerk & Internet > Privates DNS ein Filterdienst fest eintragen, zum Beispiel family.cloudflare-dns.com. Weil die Einstellung am Gerät hängt, wirkt sie auch außerhalb des eigenen WLANs. Prüf gelegentlich, ob sie noch gesetzt ist, denn wer die Einstellungen öffnen kann, kann sie auch wieder ändern.
Was SafeSearch nicht kann
- Kein Filter ist perfekt. Google, Bing und DuckDuckGo sagen selbst, dass Inhalte durchrutschen können.
- Nur die Suche. SafeSearch in Google wirkt nicht bei anderen Suchmaschinen und nicht auf Websites, die dein Kind direkt aufruft. Ein Webfilter ist es nicht.
- Filter im Router gelten nur im WLAN. Mit mobilen Daten oder im WLAN bei Freunden ist dein Kind außerhalb. Kontobasierte Einstellungen wie Family Link bleiben dagegen erhalten.
- VPN und Proxys können Filter umgehen. CleanBrowsing blockiert deshalb im Family Filter bekannte VPN-Adressen.
Technik hilft, ersetzt aber keine Absprachen. Sag deinem Kind, dass es dir jederzeit zeigen kann, wenn es etwas Verstörendes gefunden hat, ohne dass es dafür Ärger bekommt. Wer auch Videos absichern will, findet die passenden Einstellungen bei YouTube kindersicher machen.
Menüpfade und Angaben zuletzt geprüft am 14.09.2026. Hersteller ändern Menüs und Altersgrenzen regelmäßig. Wenn bei dir etwas anders aussieht, schreib mir bitte (Kontakt).
Quellen
- Google-Hilfe: Die Google Suche mit SafeSearch sicherer machen
- Google-Hilfe: Probleme mit SafeSearch beheben
- Google-Hilfe: SafeSearch bei verwalteten Konten, Geräten und Netzwerken sichern
- Google-Hilfe: Wie Google dafür sorgt, dass Inhalte altersgerecht sind
- Google Blog: Age assurance for Europe (19.11.2025)
- Microsoft: Anstößige Inhalte mit SafeSearch blockieren
- Microsoft: Websites und Suchen mit Microsoft Family Safety filtern
- DuckDuckGo: Safe Search Setting
- Ecosia: Safe Search in Organisationen erzwingen
- Startpage: Whitelisting at the DNS level
- Cloudflare: 1.1.1.1 und 1.1.1.1 for Families einrichten
- CleanBrowsing: Free DNS Filters
- DNS4EU: Public resolver
- Quad9: Häufige Fragen
- FRITZ!: Andere DNS-Server in der FRITZ!Box einrichten
- Mozilla: DNS über HTTPS in Firefox
- Google Chrome: Sicherheit in Chrome verwalten
- Android-Hilfe: Erweiterte Netzwerkeinstellungen (Privates DNS)